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Historische Chance verpasst?

Veröffentlicht am 10.06.2013 in Veranstaltungen

Die letzte Kreisvorstandssitzung der SPD Hof-Stadt stand ganz unter dem Zeichen der Energiewende.

Auf Einladung der SPD Hof referierten Martin Wahl, Sprecher der Agenda 21 und Leiter des internationalen Bereichs der bfz, sowie Uli Scharfenberg, Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Hochfranken und energiepolitischer Experte der SPD Oberfranken, vor den interessierten Mitgliedern des Kreisvorstandes über die Energiewende im Restaurant Ehret`s.

Zu Beginn seines Vortrags erklärte der Auslandsexperte Martin Wahl, dass der „Peak Oil“, also das maximale Fördervolumen fossiler Energieträger, bereits überschritten sei und diese deshalb immer knapper und teurer würden. Die Wende hin zu regenerativen Energien sei deshalb sowohl in ökologischer als auch in ökonomischer Hinsicht „eine Entscheidung der Vernunft“ gewesen, gebe doch allein die EU pro Jahr rund 400 Mrd. Euro für fossile Energieimporte aus. „Das wäre genügend Geld für die Sanierung der EU-Finanzen würde man diese Energie selbst erzeugen“ konstatiert Wahl. Darüber hinaus, so der Referent, sei die Energiewende auch eine „historische Chance für die Kommunen sich über den Energiemarkt zu finanzieren“. Er zeigte an den Beispielen Wildpoldsried und Neumarkt in der Oberpfalz auf, wie dies gelungen sei, weil die Kommunen ihre Chance erkannt hätten. Er bedauerte sehr, dass in Hof, einer Stadt die unter permanenter Finanznot stehe, diese Chance bisher nicht genutzt worden sei.

Dieser Kritik stimmte auch der zweite Referent des Abends, Uli Scharfenberg zu. „Die Energiewende muss regional gedacht werden“ fordert Scharfenberg. „Wenn Windräder regional finanziert und verwaltet werden, regionale Bauunternehmen beteiligt sind, die Gewerbesteuererträge zu 100% vor Ort bleiben, Kommunen und Anwohner davon profitieren und wenn nicht zuletzt die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig in einen transparenten Planungsprozess mit eingebunden werden, dann ist auch die Akzeptanz hoch.“ In Hof, sei dies allerdings nicht der Fall gewesen. Die HEW habe die Möglichkeit gehabt sich am Windpark Fasanerie zu beteiligen und habe dies abgelehnt. Wäre dem nicht so gewesen, prognostizierte Scharfenberg, hätte Hof heute einen genehmigten Haushalt. „Stattdessen aber fahren vor unserer Haustür andere die Gewinne ein.“

Der SPD-Kreisvorsitzende dankte den beiden Referenten für ihre infomariven Vorträge. „Wir werden die Energiewende in Hof zum Wohle der Stadt weiterhin im Auge behalten. Diese Thema wird auch die kommenden Wahlauseinandersetzungen begleiten“, so der SPD-Kreisvorsitzende Jörg Mielentz zum Schluss der Veranstaltung.

Bildunterschrift (v.l.n.r.): Martin Wahl (Sprecher der Agenda 21 und Leiter des internationalen Bereichs der bfz), Uli Scharfenberg (Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Hochfranken und energiepolitischer Experte der SPD-Oberfranken), SPD-Kreisvorsitzende Hof-Stadt Jörg Mielentz.

Homepage Ulrich Scharfenberg

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