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BLLV im Gespräch

Veröffentlicht am 21.02.2016 in Allgemein

Schulische Sorgen an MdL Annette Karl „übergeben"

Die Vorsitzenden der BLLV-Kreisverbände Eschenbach, Neustadt, Weiden und Vohen-strauß trafen sich im Bürger­büro der SPD in Neustadt mit der Landtagsabgeordneten An­nette Karl. Inhalte der Diskus­sion waren die Unterrichtsver­sorgung, die Situation der Flüchtlinge, die Belastung der Schulleitungen, die Lehrerge­sundheit und die Schule im ländlichen Raum. Die Kreisvorsitzenden Martina Maier, Manuel Sennert und Uwe Prösl sowie die stellvertre­tende Vorsitzende Elisabeth Graßler und Vorstandschafts­mitglied Alfons Raab infor­mierten die Abgeordnete über die aktuellen Sorgen der Kolle­gen.

Durch eine zu knappe Kalkula­tion bestehe bereits zur derzei­tigen Zeitpunkt ein Engpass bei den mobilen Reserven. Die Schulen werden zusätzlich durch Vertretungen belastet, um die Unterrichtsversorgung zu gewährleisten. Das belaste die Gesundheit der Lehrer. Viele Kollegen unserer Schulen sind zwischen 55 und 65 Jahre alt. Die berufliche Belastung wirke sich gerade bei älteren Lehrern negativ aus. Einen weiteren Engpass werde es

wohl im Zusammenhang mit den Februarpensionierungen geben. In diesem Zusammen­hang forderten die BLLV-Ver­treter die Einführung des Stu­fenlehrers, der in allen Schular­ten unterrichten könne. Diese Meinung vertrat auch die Ab­geordnete.

Eine unbefriedigende Situation sieht der BLLV im Fehlen von Übergangsklassen. Flüchtlings­kinder besuchen die Regelklas­sen, hätten nur wenige Stun­den Sprachunterricht und wür­den nicht bedarfsgerecht geför­dert. Notwendig seien Dolmet­scher und Psychologen, die bei der Integration helfen könnten. Die Abgeordnete be­stätigte, dass Integration Zeit und Personal brauchte. Nach Auffassung der Abgeordneten müsse der Beruf der Grund-und Mittelschullehrer für jun­ge Menschen wieder attraktiver gemacht werden. Die Bildung von Kombiklassen dient in den Augen der Abge­ordneten der Einsparung von Lehrerstellen und wird so zum Sparmodell. Im Zusammen­hang mit der Besetzung von Schulleiterstellen in kleineren Schulen appellierte Annette Karl an den BLLV, sich für den Erhalt der Grundschulen auch in kleineren Orten einzusetzen. Die BLLV-Vertreter beklagten die zunehmende Verwaltungs­tätigkeit für die Schulleitungen in kleineren Schulen. Für die Abgeordnete werden auf diese Weise kleine Schulen unattraktiv gemacht. Auch die Umsetzung der Inklusion ist laut Karl eine "billige Variante der Förderschule".
Annette Karl dankte für die Aussprache und kündigte an, die Informationen an die Vertreter im Landtag weiterzuleiten.

Quelle: Oberpfälzer Schule, Zeitschrift des Bezirksverbandes Oberpfalz des BLLV, Heft 1 2016

Homepage Landtagsabgeordnete Annette Karl

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