Die SPD feiert 150-jähriges Bestehen. Als offizielles Gründungsdatum des Allgemeinen Deutscher
Arbeitervereins gilt der 23. Mai 1863. Die Umbenennung in Sozialdemokratische Partei Deutschlands
(SPD) erfolgte im Herbst 1890. Wie sich die Demokratie seit der Gründung der SPD entwickelt hat,
zeigt eine Wanderausstellung mit 20 großen Bild- und Texttafeln, die am Freitagabend in der Eingangshalle
des Eslarner Rathauses eröffnet wurde. MdL Annette Karl hatte die Initiative
ergriffen, die Ausstellung für den SPD-Kreisverband Neustadt in die Grenzgemeinde zu holen.
Karl erinnerte an die Entwicklung der Partei, die immer eine Vorbildfunktion ausgeübt und an der Spitze der gesellschaftlichen Entwicklung gestanden habe. Die Gründerväter seien zum Einsatz von Leib und Leben bereit gewesen. Neben einer Vielzahl von Mitgliedern waren zahlreiche Mandatsträger, darunter auch MdL Reinhold Strobl aus Schnaittenbach, zur Eröffnung gekommen. Die Schau zeige wichtige Stücke demokratischer Entwicklung in Deutschland und Bayern, sagte Karl. Eine klare Absage erteilte die Abgeordnete den Gedanken, mit der Partei etwas Unmodernes zu verbinden. Die Ideale von Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität hätten auch heute noch ihre Bedeutung bei der SPD. Sie sei Richtschnur für Herausforderungen und Handeln in der Gegenwart und der Zukunft. „Damit setzt die SPD ihre
Arbeit fort, die sie in der Vergangenheit geprägt hat“, betonte die stellvertretende Landeschefin. Ausführlich
befasste sie sich mit den wichtigsten geschichtlichen Daten, der Einführung von Arbeits- und Kündigungsschutz und der Gleichberechtigung. Bürgermeister Reiner Gäbl erinnerte daran, dass einst sogar Bundeskanzler Helmut Schmidt in Eslarn zu Besuch war. Den jungen Mitgliedern riet der Rathauschef, Politik mit Geduld, Ausharren und Prinzipien zu betreiben. Gerade die Ausdauer bei gewünschten Zielen zeige jetzt im Fall des Atomausstiegs Erfolg.
Die Ausstellung sei es wert, sich Zeit für Bilder und Texte zu nehmen. Die Schau kann bis 20. April während der üblichen Öffnungszeiten des Rathauses besichtigt werden.
(Quelle: Der Neue Tag vom 9. April 2013, bey)