Folgendes Schreiben von Frau Naaß fordert Herrn Staatsminister Dr. Söder in Bezug auf die Algenproblematik
am Altmühlsee auf, finanzielle Mittel zur Verbesserung der Wasserqualität sicherzustellen.
Folgendes Schreiben von Frau Naaß fordert Herrn Staatsminister Dr. Söder in Bezug auf die Algenproblematik
am Altmühlsee auf, finanzielle Mittel zur Verbesserung der Wasserqualität sicherzustellen.
Sehr geehrte Herr Staatsminister,
der örtlichen Presse konnte ich entnehmen, dass Sie sich demnächst anlässlich eines Besuches in Gunzenhausen auch über die Algenproblematik am Altmühlsee informieren wollen.
Wie Sie wissen, wurde in den vergangenen Jahren die Wasserqualität des Altmühlsees durch Abfischaktionen seitens des Wasserwirtschaftsamtes verbessert. Dennoch ist in diesem Jahr ein verstärktes Algenaufkommen zu verzeichnen.
Dies hat natürlich enorme Auswirkungen auf den Tourismus und auf die Nutzung des Sees durch die einheimische Bevölkerung.
Ich möchte in diesem Zusammenhang erinnern, dass die Staatsregierung durch einen Landtagsbeschluss vom 16. Juli 1970 den Auftrag bekommen hat, dafür Sorge zu tragen, dass die Gewässer im Überleitungssystem für die Erholung der Bevölkerung erschlossen werden kann.
Deshalb hoffe ich, dass Ihr Besuch dazu führt, dass neben den bisherigen Maßnahmen auch finanzielle Mittel für technische Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität im Altmühl- und nachfolgend im Brombachsee bereitgestellt werden.
Wie ich der Nürnberger Zeitung vom 20. August 2009 entnehmen konnte, haben Sie bezüglich der Veralgung des Wöhrder Sees in Nürnberg beim Institut für Wasserwesen der TU München ein Gutachten in Auftrag gegeben, das rund 200000 Euro kosten wird. Von diesem Gutachten erwarten Sie Ansätze zur Wiederherstellung des ökologischen Gleichgewichtes.
Ich bitte Sie deshalb zur Lösung des Algenproblems am Altmühlsee ebenfalls Geld in die Hand zu nehmen, damit eine nachhaltige Verbesserung der Wasserqualität erzielt wird.
Über die wasserwirtschaftlichen Maßnahmen hinaus sind jedoch auch Änderungen in der Landnutzung erforderlich. Durch die seit vorletztem Jahr geänderte und beim aktuell wachsendem Anbau von Energiepflanzen nicht mehr attraktive Förderung der Agrarumweltmaßnahmen und dem Wegfall der einzelbetrieblichen Beratung im Einzugsbereich des Altmühlsees ist von einem steigenden Nährstoffeintrag auszugehen, der nur durch ausreichend honorierte Maßnahmen in der Landwirtschaft aufgefangen werden kann.
Diesbezüglich werde ich mich aber auch an Ihren Kollegen, Herrn Landwirtschafts-minister Brunner wenden.
Mit freundlichen Grüßen
Christa Naaß, MdL
Homepage Christa Naaß, Bezirkstag