Die SPD-Landtagsfraktion unterstützt die Aussage des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), dass die Beurteilung der Schüler ganzheitlich sein muss und nicht nur an Noten festgemacht werden kann. „Es ist eine höchst bedenkliche Entwicklung, wenn Schüler ihren Wert selbst bereits an Noten ausrichten, Kreativität und Wissenstransfer treten dabei in den Hintergrund", bemerkt der Vorsitzende des Ausschusses des Bayerischen Landtags für Bildung, Jugend und Sport und SPD-Bildungssprecher Hans-Ulrich Pfaffmann.
Die Formulierung eines neuen Bildungsbegriffes, der davon ausgeht, dass die jungen Talente nach ihren individuellen Fähigkeiten gefördert werden, ist dringend notwendig. Bildungsexperte Pfaffmann betont, dass das Anwenden und Vernetzen von erlerntem Wissen immer wichtiger wird. Auch das soziale Umfeld muss verstärkt in den Schulalltag eingebunden werden. Die Rahmenbedingungen an Gymnasien sind deutlich schlechter, als das Kultusministerium zugeben mag und müssen dringend verbessert werden.
Im Übrigen bedankt sich Pfaffmann beim BLLV und dessen Präsidenten Klaus Wenzel für innovative und konstruktive Vorschläge in ihrem Positionspapier „Aufbrechen. Gymnasium neu denken", die den Geist einer modernen Schulentwicklung berücksichtigen. Auch die Beteiligung des Präsidenten der TU München, Professor Wolfgang Herrmann, an dieser Diskussion und seine Arbeit an der „TUM School of Education" lässt hoffen, dass eine gesamtgesellschaftliche Diskussion über die Schule im 21. Jahrhundert in Gang kommt. "Es bleibt zu hoffen, dass das Kultusministerium sich endlich von einer ideologischen und dogmatischen Schulpolitik verabschiedet und sich an einer konstruktiven Diskussion beteiligt", so Pfaffmann.