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Zum Tag der Organspende: Dramatischer Rückgang von Organspenden - Was tut die Staatsregierung?

Veröffentlicht am 03.06.2009 in Allgemein

In Bayern auf eine Million Einwohner nur 14,5 Organspender - täglich sterben drei Menschen, weil sie nicht rechtzeitig ein Spenderorgan erhielten

„Die Situation der Organspende ist in Bayern unbefriedigend und muss verbessert werden. Außerdem ist der Kenntnisstand über Zusammenhänge und Hintergründe der Organspende in der Bevölkerung nach wie vor zu niedrig, eine Auseinandersetzung mit dem Thema selten. Ferner ist auch die Beteiligung der Krankenhäuser am Organspendeprozess weiter verbesserungsbedürftig". Das muss der bayerische Umwelt- und Gesundheitsminister Söder selbst in seiner Antwort auf eine Schriftliche Anfrage der stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden von Christa Naaß einräumen.

Aufgeschreckt durch Presseveröffentlichungen, dass in Bayern die Zahl der Organentnahmen im Jahr 2008 um fast 20 Prozent zurückgegangen ist, hatte sich Fraktionsvize Naaß an das Gesundheitsministerium gewandt. Bereits im Jahr 2005 ging die Abgeordnete auf die schon damals zurückgegangene Zahl der Organspenden ein und bat die Staatsregierung tätig zu werden.

„Die Anzahl der durchgeführten Transplantationen (ohne Lebendspende) im Jahr 2008 liegt jedoch mit 569 weit unter den 622 im Jahr 2007 durchgeführten Transplantationen und sogar noch unter der Zahl von 2005", so Christa Naaß. „Somit kommen in Bayern auf eine Million Einwohner nur 14,5 Organspender, im Jahr 2007 waren es noch 17,9 und im Jahr 2005 sogar 18,1. Bayern liegt somit sogar unter dem Bundesdurchschnitt. Tag für Tag sterben drei Menschen, weil sie nicht rechtzeitig ein Spenderorgan erhielten."

Die SPD-Vizefraktionschefin erwartet von der Staatsregierung und vor allem von Minister Söder, dass er nicht nur die Schirmherrschaft für den Tag der Organspende übernimmt, sondern umgehend die Umsetzung der angekündigten Maßnahmen. „Warum dauert es in Kenntnis dieser Zahlen bis zum Herbst 2009, bis dem Landtag eventuell ein Gesetzentwurf zur Überarbeitung des Transplantationsgesetzes vorgelegt werden soll", fragt Christa Naaß.

Homepage Christa Naaß, Bezirkstag

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