Landtagsabgeordnete Annette Karl verschaffte sich Einblick in den Anbau von Energiewäldern. Bei Wöllershof sah sie sich dazu ein zirka 2000 Hektar großes Gelände an. Störnsteins Bürgermeister Markus Ludwig und Gemeinderat Johann Völkl begleiteten die Sozialdemokratin.
Karl begründete ihr Interesse damit, dass sie acht Jahre dem Landwirtschaftsausschuss angehört habe. Nahe der Teichwirtschaft des Bezirks Oberpfalz führten der Abteilungsleiter der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF), Dr. Herbert Borchert, und Projektleiter Dr. Frank Burger die Gruppe.
Sie erläuterten, was ein Energiewald, auch Kurzumtriebsplantage genannt, eigentlich ist. Er ist ursprünglich bekannt als Niederwald zur Brennholzerzeugung mit dem Unterschied, dass in der Regel züchterisch bearbeitete Sorten der Balsampappel, Weide oder Aspe in kurzen Umtriebszeiten von drei bis zehn Jahren angebaut werden. Die Devise laute „Einmal pflanzen, mehrmals ernten“. Dabei werde Holz über einen Zeitraum von 30 Jahren erzeugt. Die Pflanzenzahl liegt abhängig von der Baumart und Umtriebszeit zwischen 2000 und 10000 Stück pro Hektar.
Der Anbau lohnt sich besonders für die Hackschnitzelerzeugung und sei besonders für landwirtschaftliche Brachen zu empfehlen. „12 Tonnen geerntetes Holz ersetzen bis zu 12000 Liter Heizöl“, erklärte Borchert. Was die Abgeordnete aufhorchen ließ, war das Ergebnis im Sickerwasser bei den Energierwaldversuchsflächen. Nach der Anpflanzung sank die Nitratkonzentration deutlich. Die beiden Vertreter des LWF wünschen sich, dass das Projekt weiterhin gefördert wird und sich mehr Landwirte beteiligen.
Text aus Der Neue Tag, arw
Bild: Döhler @ Bürgerbüro