SPD-FRAUEN in Oberfranken

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Veröffentlicht am 17.07.2013 in Allgemein

Sozialempfang der SPD-Landtagsfraktion mit Dr. Thomas Beyer in Polsingen - Auszeichnung von Ehrenamtlich Tätigen – „Unser freiheitlich-demokratisches Gemeinwesen lebt davon, dass Bürgerinnen und Bürger an seiner Gestaltung mitwirken und einen Teil ihrer Lebenszeit für das Gemeinwohl einsetzen. Viele von Ihnen im sozialen Bereich – und hier ist es auch besonders wichtig und notwendig“, eröffnete die Landtagsabgeordnete und Bezirkstagskandidatin Christa Naaß am vergangenen Montag den Sozialempfang der SPD-Landtagsfraktion in Polsingen.

„Ich darf hier auf die Haushaltsberatungen verweisen – die meisten Anträge gab es zum Sozialhaushalt – die meisten Baustellen findet man zum Beispiel im Bereich frühkindliche Bildung, im Bereich der Pflege, der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Der Staat zieht sich in den vergangenen Jahren in vielen Bereichen immer mehr zurück. Das kann nicht so bleiben. Ehrenamt darf nicht zum Ersatz staatlichen Handelns werden! Ehrenamt ist als Ergänzung und Unterstützung gedacht! Die SPD-Landtagsfraktion führt deshalb regelmäßig Sozialempfänge durch. Wir möchten damit Danke sagen den Menschen, die sich für andere einsetzen, Menschen unterstützen, für andere da sind – sei es im ehrenamtlichen oder auch im hauptamtlichen Bereich.“ Rund 3,2% des bayerischen Bruttoinlandsprodukts erbringt die Sozialwirtschaft in Bayern. Das sind rund 12 Milliarden Euro. Seit Jahren ist ein überdurchschnittliches Wachstum der Sozialwirtschaft zu erkennen, was nach sich zieht, dass die Wohlfahrtsverbände mit 230.000 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber in Bayern sind.“ betonte auch Dr. Thomas Beyer, der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion und Landesvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt in Bayern in seiner Rede. Dabei lebten nur ein drittel der Pflegebedürftigen in Heimen. Alle anderen, rund 220.000 Personen, würden von ihren Angehörigen ohne weitere Hilfen zu Hause gepflegt. „Die Sozial- und auch die Gesundheitswirtschaft haben sich zu einem enormen Wirtschaftsfaktor ent-wickelt. Sowohl ihr Anteil an der Bruttowertschöpfung des Freistaates in Höhe von 24,6 Milliarden Euro jährlich, als auch die annähernd 630.000 Beschäftigten – rechnet man die ehrenamtlichen Mitarbeiter dazu – sprechen hier eine deutliche Sprache.“, ergänzt er. „Das ist einer der Gründe, warum es keineswegs abwegig ist wenn ich als Wirtschaftspolitischer Sprecher mich mit diesem Thema auseinandersetze und heute hier zu Ihnen spreche.“ Aber nicht nur um die wirtschaftliche Bedeutung der Sozialwirtschaft ging es beim Vortrag von Dr. Thomas Beyer, der auch Landesvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt ist. Auch der gesetzliche Mindestlohn war Thema des Abends. „Ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn ist ein wichtiger Beitrag, Teilzeitbeschäftigte und Frauen – die nach wie vor in erster Linie in sozialen Berufen arbeiten - vor Niedriglöhnen zu schützen. Ohne einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn wird sich der Niedriglohnsektor weiter ausweiten mit der Folge, dass immer weniger Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von ihrer Arbeit leben können. Außerdem führen prekäre Arbeitsverhältnisse zwangsläufig zu Altersarmut,“ erklärte der Sozialpolitiker. „Wir sind davon überzeugt, dass es eine Untergrenze gibt, unter der niemand dazu gezwungen werden darf, seine Arbeitskraft auf den Markt zu tragen. In diesem Sinne ist der Anspruch auf Mindestlohn ein Menschenrecht.“ Da der zentrale Anlass für einen Sozialempfang immer eine Würdigung des Engagements Haupt- und Ehrenamtlicher im sozialen Bereich ist, nutzten Christa Naaß und die Bundestagskandidatin Anette Pappler die Gelegenheit, die Polsinger Jungschar in Anwesenheit von Bürgermeister Meyer für ihren jahrelangen ehrenamtlichen Einsatz für die Kinder der Gemeinde zu würdigen. Katrin Hönle, Simone Dötlein, Ramona Maurer, Anja Dötlein und Julia Hofmann wurde je ein Gutschein überreicht. Durch den Abend führte der SPD-Kreisvorsitzende und Landtagskandidat Harald Dösel, für musikalische Umrahmung sorgten Petra, Margarete und Carolin von der Veeh-Harfen-Gruppe aus Laubenzedel.

Homepage Christa Naaß, Bezirkstag

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