Eingeschaltet in die Bemühungen des VdK- Kreisverbandes Weiden für einen barrierefreien Ausbau des Bahnhofes Weiden hat sich jetzt auch die Landtagsabgeordnete Annette Karl.
Karl kommt damit einer Bitte des VdK nach, bei dem sie selbst Mitglied ist. Der VdK hatte sich an die Landtagsabgeordnete gewandt, nachdem alle bisherigen Bemühungen über die beiden MdBs Ludwig Stiegler und Albert Rupprecht sowie die damalige Wirtschaftsministerin Emilia Müller keinen Erfolg gebracht hatten.
Verschärft wird die Situation für die möbilitätseingeschränkten Menschen im Raum Weiden jetzt durch die Tatsache, dass auch die Service-Mitarbeiter am Bahnhof abgezogen wurden.
Karl:“ Es kann nicht sein, dass ein mobilitätseingeschränkter Bürger eine Bahnreise 24 Stunden vor Antritt der Fahrt anmelden muss, damit ein mobiles Einsatzteam aus Nürnberg kommen kann. Damit sind Spontanreisen praktisch nicht mehr möglich. Das widerspricht ganz klar den Vorgaben des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes und dem Grundrecht auf Gleichstellung aller Menschen.“
Karl hat sich mit einem geharnischten Brief an den Bevollmächtigten der Bahn für Bayern, Klaus- Dieter Josel gewandt. Josel, der erst Anfang Februar im Wirtschafts- und Verkehrsausschuss der Landtags, in dem Karl Mitglied ist, versprochen hatte, die Bahn würde bei den Qualitätsproblemen Abhilfe schaffen, ist nach Ansicht von Karl in der Pflicht, sofort die Wiedereinsetzung der Servicemitarbeiter am Bahnhof Weiden zu betreiben.
Zusätzlich betont Karl in ihrem Brief, dass angesichts von 10% behinderten Menschen in Deutschland die Weigerung der Bahn, den Bahnhof Weiden barrierefrei auszubauen, ein Affront gegen eine große Kundengruppe ist.
Die Begründung der Bahn, der Bahnhof sei nur in die „Verkehrsstation Kategorie 5“ eingeteilt, macht nach den Worten von Karl die Menschen im ländlichen Raum zu Menschen 2. wenn nicht sogar 5. Klasse.
Karl dazu weiter: "Ich erwarte von der Bahn eine positive Aussage zum barrierefreien Ausbau des Bahnhofes Weiden, sonst müssen in letzter Konsequenz die rechtlichen Möglichkeiten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes ausgeschöpft werden."
Mittlerweile hat sich Annette Karl in in dieser Angelegenheit auch an Bundesverkehrsminister Tiefensee und die bayerische Sozialministerin Haderthauer gewandt.