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SPD-Europaabgeordnete Kerstin Westphal auf Stippvisite im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen

Veröffentlicht am 08.07.2010 in Allgemein

Von links nach rechts: Museumsleiter Dr. Martin Röper, Bürgermeister Manfred Schneider, Regionalmanager Dieter Popp, Kreisrätin Ute Grimm, Europaabgeordnete Kerstin Westphal, Landtagsabgeordnete Christa Naaß.

Christa Naaß und Kerstin Westphal informierten sich in Solnhofen über Regionalmanagement

Auf Einladung der Haundorfer SPD-Landtagsabgeordneten und stv. Fraktionsvorsitzenden Christa Naaß besuchte Kerstin Westphal erstmals in ihrer Funktion als Europaabgeordnete den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Die Schweinfurter SPD-Politikerin vertritt seit Mai letzten Jahres die drei fränkischen Bezirke im Europäischen Parlament.

Nach einem Termin in Gunzenhausen wurden die beiden SPD-Abgeordneten von Bürgermeister Manfred Schneider, Kreisrätin Ute Grimm, Museumsleiter Dr. Manfred Röper und dem Regionalmanager Dieter Popp in Solnhofen begrüßt. Hauptaugenmerk lag bei diesem Besuch auf dem Regionalmanagement, welches im Landkreis Gunzenhausen leider noch in den Kinderschuhen steckt.

Bei einem Gang durch das Bürgermeister-Müller-Museum verdeutlichte Museumsdirektor Dr. Röper die Relevanz des Fossilien-Standortes Solnhofen: „7 der Top 400 Fossilienexponate weltweit finden sich hier in Solnhofen. Das Museum kann von den Exponaten verglichen werden mit Häusern in New York oder Berlin. Diese Schätze müssten insgesamt noch viel besser vermarktet werden.“

Besonders bedauerlich findet die Landtagsabgeordnete Christa Naaß, dass die Bayerische Staatsregierung im Bereich des paläontologischen Denkmalschutzes ihrer Verantwortung nicht nachkommt: „In Bayern kann jeder Privatmann in einen Steinbruch gehen und graben. Auf diese Weise sind bereits viele Bodenschätze in Privatbesitz gelangt und dadurch kaum nachverfolgbar. Außerdem ist es mir vollkommen unverständlich, dass die Staatsregierung die Forderung nach einer Präparatorenstelle in Solnhofen ablehnt.“

Dieter Popp, der seit wenigen Monaten im Landratsamt Weißenburg für das Regionalmanagement zuständig ist, fasst das Problem des Landkreises zusammen: „Generell gibt es hier viel Potenzial, viele ungeschliffene Rohdiamanten. Aber der Landkreis hat bisher ein Identitätsproblem und einen relativ geringen Bekanntheitsgrad. Daraus resultiert u.a. auch die fehlende finanzielle Förderung zum Beispiel durch die Europäische Union.“ Die Europaabgeordnete Westphal ließ sich ausführlich über das Vorhaben, den Naturpark Altmühltal als European Geopark zu etablieren, informieren. Sollte dies gelingen, wären neue Fördertöpfe offen und auch das Langziel UNESCO Welterbe zu werden, würde näher rücken.

„Doch neben diesen mittel- bis langfristigen Zielen sollten wir uns als Landkreis darüber klar werden, welche Vorstellungen und damit verbunden auch Forderungen wir zum Beispiel an die Metropolregion Nürnberg haben“, findet Christa Naaß.

Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ist deutschlandweit einer der letzten, der nun endlich Regionalmanagement betreibt. Doch mit Dieter Popp konnte nun ein Mann mit viel Erfahrung und Tatendrang gewonnen werden. „Es muss dringend etwas geschehen, sonst wird unser Landkreis touristisch und infrastrukturell komplett abgehängt. Bei uns ist es nicht 5 vor 12, es ist 10 nach 12“, resümiert Kreisrätin Ute Grimm.

Homepage Christa Naaß, Bezirkstag

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