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Rundschau: Wird jetzt alles besser?

Veröffentlicht am 24.09.2015 in Presse

Der als „Todesstrecke“ bezeichnete Autobahnabschnitt zwischen Mitterteich und Pechbrunn bekommt jetzt dickere Mittelleitplanken. Wird jetzt alles besser? Der Autobahnabschnitt zwischen Mitterteich Nord und Pechbrunn wird im Volksmund als „Todesstrecke“ bezeichnet. Nicht zu Unrecht. Vier Tote und acht Schwerstverletzte forderten zwei Unfälle allein in den vergangenen elf Monaten in diesem Streckenabschnitt. Zweimal hatten dabei Fahrzeuge, ein SUV und zuletzt im Juli ein Lastwagen, die Mittelleitplanke durchbrochen und waren frontal in den Gegenverkehr gerast.

Die SPD-Landtagsabgeordnete Annette Karl hatte nach dem Unfall im Juli eine Anfrage mit folgendem Wortlaut an die Von Udo Fürst Staatsregierung gestellt: „...ob es geplant ist, die Sicherung des Mittelstreifens durch eine Verstärkung der Mittelleitplanken, wie es schon weiter südlich im Abschnitt Falkenberg–Wiesau erfolgt ist, zu erhöhen, sodass Durchbrüche von einer Richtungsfahrbahn zur anderen erschwert werden?“ Die Staatsregierung hatte daraufhin geantwortet, dass die Autobahndirektion den Abschnitt Mitterteich Nord–Pechbrunn zumindest „bereichsweise“ mit bruchsicheren Mittelleitplanken noch heuer ausstatten wird.

Annette Karl freut sich, dass die Staatsregierung den massiven Forderungen aus der Region – auch die beiden Bürgermeister Roland Grillmeier (Mitterteich) und Ernst Neumann (Pechbrunn) hatten interveniert – zur Verbesserung der Sicherheit im Abschnitt Mitterteich–Pechbrunn nachkommt, kritisiert aber auch: „Leider müssen in Deutschland und Bayern anscheinend immer erst schwerste Unfälle passieren, bevor Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit im Straßenverkehr unternommen werden. Wir brauchen endlich ein präventives Sicherheitskonzept für den Verkehrsbereich, um solche beklagenswerten Vorfälle möglichst im Vorfeld zu verhindern“, schreibt die Abgeordnete in einer Pressemitteilung.

In der Tat scheint es im recht kurvigen Bereich zwischen Pechbrunn und Mitterteich Nord und umgekehrt deutlich mehr Unfälle zu geben als im restlichen Abschnitt der A 93 zwischen Weiden und Hof. Mit Zahlen lässt sich das aber nicht belegen. Dennoch gilt dort eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 130 km/h. Ein riesige Herausforderung waren die beiden Unfälle auch für die Helfer von Feuerwehr, BRK und THW. „Wir wollen den Menschen danken, die immer wieder stundenlang im Einsatz sind, um andere zu retten“, betonte Bürgermeister Roland Grillmeier. Dabei wolle er besonders das Engagement der Ehrenamtlichen herausstellen. 


Artikel: Udo Fürst für Rundschau, Wochenzeitung  des Mittelbayerischen Verlages

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