Mitglieder des Vereines "Rasselbande - besondere Kinder e.V." waren zu einem Gespräch im Bürgerbüro von MdL Annette Karl.
Vorsitzende Heike Braun stellte den Verein und seine Ziele der Abgeordneten vor. Derzeit sind vorallem Eltern von kranken und behinderten Kindern Mitglied um sich bei den alltäglichen Problemen mit ihren besonderen Kindern zu unterstützen.
Vor allem die Betreuung und ärztliche Versorgung und auch die Integration von Behinderten in der Gesellschaft stellen Familien mit mehrfach behinderten Kindern vor große Probleme.
Deutlich wird dies regelmäßig bei der Notwendigkeit, dass Ärzte gesucht werden, welche sich in den medizinischen Fachbereichen auf Kinder- und Jugendmedizin spezialisiert haben. Hier können sich die Eltern mit Hilfe des Vereines über entsprechende Ansprechpartner austauschen, auch wenn immer noch die erheblichen Aufwendungen für die Fahrten zu Ärzten weiterhin alleine tragen müssen.
Der Verein würde sich auch im Bereich der Betreuung ihrer Kinder einen Lückenschluss vor allem im Bereich der Ferien und auch am Wochenende wünschen. Die derzeitige Situation stellt sich so dar, dass die Einrichtungen in den Schulferien geschlossen sind. Dies bedeutet nicht nur, dass für die Kinder in dieser Zeit die Therapien ausfallen sondern einem Elternteil die Möglichkeit genommen wird, wieder in das Berufsleben einzusteigen. Während es mit einem nichtbehinderten Kind sicher möglich ist, dieses in den Ferien mal zur Oma zu bringen bleibt diese Möglichkeit den Eltern mit Kindern mit Mehrfachbehinderung verschlossen. Wünschenswert wäre auch eine Verbesserung bei einer Kurzzeitpflege, so dass die Geschwisterkinder mal wieder die volle Aufmerksamkeit ihrer Eltern geniessen können.
Annette Karl zeigte sich im Verlauf der Gespräches davon überzeugt, dass die Eltern mehr Unterstützung erfahren müssten, leider sei es aber so, dass die Staatsregierung im sozialen Bereich besonders schnell vorhandene Mittel kürze, wie sich vor einigen Jahren schon beim Blindengeld gezeigt habe.
Insgesamt fehle es in der Gesellschaft und vor allem bei einigen
Wirtschaftsunternehmen immer stärker an der Bereitschaft zur Integration, was sich schon im kleinen darin zeige, dass vielfach ein
behindertengerechter Ausbau fehle wie aktuell beim Bahnhof Weiden .
Allerdings hätten nun nach der EU-Sozialrichtlinie die Eltern einen Anspruch auf freie Wahl der Schule für ihre Kinder, nur scheitere die Umsetzung am fehlenden Pflegeraum oder einfach daran, dass der Schulablauf nicht so organisiert werden könne, dass nicht regelmäßig Raumwechsel erfolgen.
Obwohl sich in den letzten Jahren schon viel im Bereich der Betreuung und Integration von behinderten Menschen getan habe, müssten die Behörden und auch die Gesellschaft im diesem Bereich weiter sensibilisiert werden. MdL Annette Karl sicherte zu, die angesprochenen Schwierigkeiten in die entsprechenden Gremien einzubringen und dort nach Lösungen zu suchen.
Wenn Sie sich über den Verein Rasselbande - besondere Kinder e.V.
informieren oder diesen unterstützen möchten, erhalten Sie weitere
Informationen unter www.rasselbande-online.de