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Rabauken in Bussen bremsen

Veröffentlicht am 13.08.2008 in Jugend

Sozialdemokratische Kreistagsfraktion diskutiert Sicherheit von Schulkindern.
"Die Sicherheit der Kinder ist uns am Wichtigsten." So sagte es die SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzende Annette Karl bei der Diskussion zur Schülerbeförderung. Gesprächspartner der Sozialdemokraten war Karl Wittmann vom Landratsamt.

Was sich im Kommunalwahlkampf schon an Elternanliegen angesammelt hat und in einer Resolution des Kreistags an die zuständigen Stellen in der Landes- und Bundesregierung weitergeleitet wurde, griff die SPD-Fraktion noch einmal auf. Karl berichtete von einem Gespräch mit dem Chef der Firma Wies. Er möchte in seinen Bussen freiwillig unangekündigte Kontrollen zur Einhaltung des Verbots von Stehplätzen neben dem Busfahrer machen. Außerdem würden die Fahrgäste regelmäßig gezählt. Wies will ferner die vorderen Sitzplätze für die kleinsten Schüler freihalten und in Stoßzeiten zusätzliche Fahrzeuge einsetzen.

Auf Freiwilligkeit der Busunternehmen setzt auch Wittmann. Eine Maßnahme sei das Training im Umgang mit aggressiven Schülern gewesen, das der Landkreis kostenlos für Busfahrer angeboten hatte und gut angenommen wurde. "Aber wir können niemanden zwingen, daran teilzunehmen", gab Wittmann zu bedenken.

Die Unterstützung der Fahrer durch Schulbusbegleiter sei eine Maßnahme, die vor allem kleinere Schüler vor Rangeleien und Übergriffen durch ältere Rabauken schützen könnte. Wenn sich erfahrene Personen dafür finden könnten, könnte so manche brenzlige Situation von vornherein vermieden werden, und auch die Platzsituation in den öffentlichen Buslinien wäre geordneter. "Dies muss uns aber auch etwas wert sein", forderte Günter Stich, "dafür könnte man auch jemanden bezahlen, wie dies bei Festen regelmäßig gehandhabt wird".

Auf jeden Fall müsse die Staatsregierung ihre Mittel für den ÖPNV und die Zuschüsse zur Schülerbeförderung an die Kommunen wieder erhöhen. "Nur immer auf die rechtlichen Bestimmungen und Zulässigkeiten zu verweisen, nützt den Schulkindern wenig", fügte Margit Kirzinger an.

"Wenn schon nicht alle Kinder einen Sitzplatz haben müssen, dann sollen die zulässigen Stehplätze wenigstens regelmäßig auf Sicherheit überprüft werden", forderte Dagmar Mittelmeier. Auch der Landkreis sei in der Pflicht und dürfe sich nicht auf andere verlassen. Außerdem beklage jeder, dass Schüler schwieriger und aggressiver würden, dies dürfe man nicht außer Acht lassen.

"Wenn die Schülerzahlen sinken, wird auch die Zahl der zu befördernden Schulkinder zurückgehen; eine Erhöhung der Leistungen bei gleichbleibenden Ausgaben wäre daher denkbar", sagte Karl.

veröffentlicht auf oberpfalznetz.de 13.8.08

Homepage Landtagsabgeordnete Annette Karl

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