
Negative Wirkung auf Einzelhandel, Wirtschaft und Tourismus in der Grenzregion befürchtet
Die Menschen entlang der bayerisch-böhmischen Grenze sind besorgt. Der Grund: Die geplante PKW-Maut. Landes- und Kommunalpolitiker sowie Interessenvertreter von beiden Seiten der Grenze sind sich auf der Regionalkonferenz in Waidhaus weitgehend einig: Die Maut hätte fatale Folgen für die bayerisch-böhmische Grenzregion.
Annette Karl, wirtschaftspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, örtliche Abgeordnete aus Neustadt/Waldnaab und stellvertretende Landesvorsitzende der BayernSPD, sagte nach dem Treffen:
"Die Tatsache, dass Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowohl aus der Nordoberpfalz als auch aus Tschechien meiner Einladung gefolgt sind, zeigt die große Besorgnis um den gemeinsamen Wirtschaftsstandort, die die Mautpläne auslösen. Es ist das Gegenteil von Willkommenskultur, die wir in Zeiten des Fachkräftemangels vor allem hier in Bayern brauchen, wenn wir von Ausländern, die bei uns arbeiten, einkaufen oder Urlaub machen, quasi ein Eintrittsgeld verlangen. Es ist auch ein schlechtes Zeichen für Europa, denn andere Länder werden diesem schlechten Beispiel folgen und ihre Maut auf alle Straßen ausweiten, ihre Gebühren erhöhen oder eine Maut neu einführen. Gegenseitiges Abkassieren belastet dann alle Bürgerinnen und Bürger der EU und steht der weiteren Integration im Wege. Mit dieser PKW-Maut zahlen wir alle drauf!"


