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Perspektive der Landwirtschaft 2020 in Oberfranken, Werner Reihl und Maria Noichl

Veröffentlicht am 13.12.2010 in Unterbezirk

Zum Thema „Landwirtschaft im Jahr 2020, Perspektiven der oberfränkischen Landwirtschaft“ sprachen auf Einladung der SPD Hochfranken Werner Reihl, Präsident des oberfränkischen Bauernverbandes und Landtagsabgeordnete Maria Noichl, Sprecherin der SPD Fraktion für Landwirtschaft und Forsten im Turnerheim Schwarzenbach an der Saale.

„Landwirtschaftliche Produkte werden in Deutschland zu höchsten Standards produziert, aber das Familieneinkommen der landwirtschaftlichen Betriebe besteht zu ca. 70 Prozent aus Förderungen“, so Werner Reihl, „Landwirte sind die Werbeträger für Kulturlandschaft, Die Kommunen könnten die Pflege der Kulturlandschaft nicht leisten, daher sind Ausgleichszahlungen zugunsten der Landwirte notwendig und gerechtfertigt.“

Landwirtschaftliche Betriebe seien Unternehmungen und müssten sich den Gegebenheiten anpassen. Sie könnten sich mit erneuerbaren Energien, z.B. der Biomasse, weitere Geschäftsfelder erschließen. Es würde auch im Jahr 2020 in Oberfranken Landwirtschaft geben, so Reihl und forderte eine Einbindung der Landwirtschaft in das Marktgeschehen und eine Versachlichung in der Klimadiskussion.

„Jeder Landwirt soll auf seiner Scholle arbeiten“, zitierte Maria Noichl. Mitglied im bayerischen Landtag, die von Sozialdemokraten entworfene bayerische Verfassung, „zu diesem klaren Eigentumsbegriff bekennen wir uns auch heute ohne Wenn und Aber.“ Die SPD stehe zur eigentümergeführten Landwirtschaft und wird auch weiterhin sich gegen Landwirtschaftsfabriken stellen. Des weiteren habe das rot/grüne Erneuerbare Energien Gesetz in hohem Maß den Landwirten die Basis für ein zweites Einkommen gegeben. Auch haben sich wie in der Frage der Ablehnung der Gentechnik in den letzten Jahren neue Allianzen gebildet.

Ziel in der bayerischen Landwirtschaft muss es sein die Gegensätze zwischen Verbraucher und Hersteller aufzuheben und in gegenseitige Achtung umzuwandeln. Die Lebensmittelsicherheit und die Souveränität der Landwirtschaft muss auch zukünftig gegeben sein. „Mir Bayern können wir das Feinkostgeschäft Europas sein, auch wenn die Marke Bayern nicht soweit schützen können,“ so Maria Noichl, „denn wenn wir als Bayern austauschbar werden, haben die Anderen gewonnen.“ Zum Abschluss ihres Beitrages bekannte sich Maria Noichl zur Grünlandförderung. Aber 30 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe erhielten nur Fördergelder in Höhe von Taschengeld bzw. Hartz IV Beträgen. „Große Betriebe bedienen sich bei den Fördergeldern, hier hat sich ein Krebsgeschwür gebildet. Dies gilt es abzuschaffen.“

In der sich anschließenden Diskussion fasste Unterbezirksvorsitzender Ulrich Scharfenberg zusammen: „Wir ziehen alle an einem gemeinsamen Strang: regenerative Energie und Landwirtschaft gehören zusammen. Gerade die bayerischen Landwirte nutzen in großem Maße das EEG. Und das ist gut so, denn sie haben erkannt, dass es sich auf mehreren Beinen besser steht. Landwirtschaft und Energieerzeugung können Hand in Hand gehen. Auf jeden Bayern und jede Bayerin kommt ein Solarkollektor. Das bedeutet, dass in Bayern die meisten Photovoltaikanlagen installiert wurden. Dieser Ausbau von dezentralen Anlagen ist ein Erfolg, den es auszubauen gilt.“

Auf dem Foto von links U. Scharfemberg, W. Reihl, M. Noichl

Homepage Ulrich Scharfenberg

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