Annette Karl fordert Unterstützung des Freistaates für Forderung des Bundes Deutscher Milcherzeuger nach „Freiwillig verpflichtende Mengenstilllegung gegen Vergütung"
„Der niedrige Milchpreis von zur Zeit 20 bis 25 Cent pro Liter in Bayern treibt nicht nur die Milcherzeuger langsam aber sicher in den Ruin, sondern gefährdet auch die mittelständisch organisierte Molkereilandschaft in Bayern." Dies erklärt die SPD-Sprecherin für den ländlichen Raum, MdL Annette Karl, zur Schließung des Werkes in Augsburg und deutet dies als erstes Indiz dafür.
Die immer wieder geforderte betriebswirtschaftliche Optimierung sowohl der Molkereien als auch der Milcherzeugerbetriebe ist die eine Seite der Medaille und sicher notwendig. Es kann aber nach Ansicht der SPD-Abgeordneten nicht sein, dass das alleinige Heil in immer größeren Organisationseinheiten und Produktionsstandorten gesucht wird. Gerade Bayern zeichnet sich durch seine kleinteilige Landwirtschaft aus, sie ist Tradition und auch grundlegender Bestandteil der Landschaftspflege und damit des Tourismus in Bayern.
Karl: „Ich fordere von der Bayerischen Staatsregierung ein klares Bekenntnis zur bestehenden Landwirtschaftsstruktur in Bayern, die zum ländlichen Raum in Bayern gehört wie die Kuh auf die Weide."
Die Forderung des Bundes Deutscher Milcherzeuger (BDM) nach einer „Freiwillig verpflichtenden Mengenstilllegung gegen Vergütung" geht in die richtige Richtung, denn nur durch eine Verknappung des Angebots lässt sich die Preis wieder nach oben stabilisieren. Zur Frage der Vergütung, die für die Milchbauern existenziell notwendig ist, muss die Staatsregierung und allen voran Landwirtschaftsminister Helmut Brunner gemeinsam mit den Molkereien und den Milchbauern nach Lösungen suchen."
Durch die Übernahme der vom Freistaat beschlossenen Entlastungen der Bauern beim Agrardiesel durch den Bund sind schon eingeplante Gelder freigeworden, die jetzt sinnvoll eingesetzt werden können.
Die Meldung auf der Homepage der SPD-Landtagsfraktion