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MdL Susann Biedefeld: Oberfranken leistet herausragenden Beitrag zur Energiewende

Veröffentlicht am 29.04.2016 in Umwelt

Oberfranken leistet einen herausragenden Beitrag zur Energiewende. Dies geht aus der Antwort der Bayerischen Staatsregierung auf eine Schriftliche Anfrage der oberfränkischen SPD-Landtagsabgeordneten Susann Biedefeld hervor. Demnach befindet sich rund ein Viertel der in Bayern installierten Windkraftanlagen in Oberfranken.

Ende des Jahres 2015 waren im gesamten bayerischen Raum 890 Windkraftanlagen in Betrieb, davon 197 in Oberfranken. Nimmt man alle fränkischen Regierungsbezirke zusammen, kommt man sogar auf 618. Das sind fast 70 Prozent aller Windkraftanlagen in Bayern. Schlusslicht mit lediglich 15 Windrädern (Ende 2015) ist Niederbayern. Bei der installierten Leistung der Windkraftanlagen sieht es nicht viel anders aus: auch hier trägt Oberfranken rund ein Viertel der installierten Leistung.

Im Spitzenjahr 2014 sind in Oberfranken 44 Windräder ans Netz gegangen. 2015 nahm die Anzahl der in Betrieb genommenen Windräder wieder leicht ab, betrug aber immer noch 32. Auch bei den genehmigten Windräder (d.h. Windräder die noch nicht in Betrieb genommen wurden und die sich entweder noch im Bau befinden oder deren Bau noch nicht begonnen wurde) setzt sich der Trend fort: Mit 91 genehmigten Windrädern (Stand 9/2017) werden in Oberfranken in den nächsten Jahren und Monaten bayernweit voraussichtlich die meisten neuen Windräder ans Netz gehen. Stand September 2015 waren bayernweit 257 Windkraftanlagen genehmig, davon 177 in den fränkischen Regierungsbezirken (ca. 69 Prozent aller genehmigten Windkraftanlagen). Schlusslicht wiederum Niederbayern mit lediglich 9 genehmigten Windrädern. Die meisten dieser Genehmigungen wurden noch nach alter Gesetzgebung erteilt, also bevor die 10-H-Regelung gegriffen hat.

Der positive Trend in der Entwicklung der Windkraft wird nun von der Bayerischen Staatsregierung ausgebremst. Durch die 10-H-Regelung wird es zukünftig nur noch sehr begrenzt möglich sein, neue Windkraftanlagen zu bauen. Schon 2015 ist die Anzahl der in Betrieb genommenen Windräder in fast allen bayerischen Regierungsbezirken zurückgegangen. Dieser Trend wird sich weiter fortsetzen, wenn die Windkraft-verhinderungsregel der bayerischen Staatsregierung nicht noch durch die Klage der SPD-Landtagsfraktion vor dem Bayerischen Verfassungsgericht zu Fall gebracht wird.

Die 10-H-Regel bedeutet zudem, dass in den südlichen Regionen Bayerns auch zukünftig kaum weitere Windräder gebaut werden und der Norden Bayerns einen überdurchschnittlich hohen Beitrag zur Energiewende liefert. Besonders ärgerlich dabei ist: Während die nordbayerischen Regionen alles Mögliche tun, um eine dezentrale Energiewende umzusetzen, müssen sie beim Neubau der Stromleitungen unter den Versäumnissen südbayerischer Regionen leiden. So muss nach dem Abschalten der Atomkraftwerke sehr viel Strom von Norddeutschland nach Bayern importiert werden. Die Hauptlast hierbei hat Nordbayern und auch Oberfranken zu tragen, wo möglicherweise bald riesige Baustellen für neue Hochspannungsleitungen aus dem Boden sprießen. „Gleichwertige Lebensbedingungen, wie sie in der bayerischen Verfassung verankert sind, sehen anders aus. Der Süden versäumt den Ausbau der erneuerbaren Energien und wir in Oberfranken müssen es ausbaden“, betont Susann Biedefeld.

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