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Kinderbetreuung zweiter Klasse auf dem Land

Veröffentlicht am 22.11.2011 in Landespolitik

Sprecherin für den ländlichen Raum Annette Karl lehnt Großpflegestellen ab - Sieht so die von der CSU propagierte Qualitätssteigerung aus?

Die SPD-Sprecherin für den ländlichen Raum, Annette Karl, erteilt dem Vorhaben der Staatsregierung, künftig sogenannte Großpflegestellen auf dem Land besser zu fördern, eine klare Absage: „Das ist eine Missachtung der Menschen in den ländlichen Regionen. Damit gibt man jungen Menschen keine Zukunftsperspektive und hält sie auch nicht davon ab, wegzuziehen“, stellt Karl fest und fügt hinzu: „Großpflegestellen sind für den Freistaat deutlich billiger als ein ordentlich ausgestatteter Kindergarten oder eine gute Ganztagsschule. Hier wird geradezu zynisch bei den Kleinen und Kleinsten Geld gespart. Ist das die von der CSU propagierte Qualitätssteigerung?“

Der „Aktionsplan demographischer Wandel“ sieht vor, mehr in Großpflegestellen zu investieren. Gespart wird dabei vor allem an der Qualität: Nur die Leitung muss eine pädagogische Ausbildung haben, bis zu zwölf Kinder können dort untergebracht werden.

„Großpflegestellen bedeuten damit eine Kinderbetreuung auf einem deutlich niedrigeren Niveau als in Kinderkrippen und in Kindergärten“, erklärt die Vize-Vorsitzende der BayernSPD. Die Staatsregierung verweigere sich dem Ziel, bessere Bedingungen für die Familien im ländlichen Raum zu schaffen und verfahre nach dem Motto: „Für das flache Land reicht auch eine Betreuung zweiter Klasse, Hauptsache die Kinder sind verräumt.“ Ein unhaltbarer Zustand für Karl, die selbst Mutter von vier Kindern ist.

Homepage Landtagsabgeordnete Annette Karl

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