ASF Oberfranken

Wir kämpfen seit 1919 für Frauenrechte

Kerstin Westphal, MdEP: Benachteiligung der Frauen im Lohnsektor muss endlich enden!

Veröffentlicht am 07.03.2017 in Gleichstellung

Frauen in Deutschand bekommen immer noch niedrigere Löhne und Pensionen, haben weniger häufig Topjobs, sind in der Politik weniger vertreten, und wenden unentgeltlich mehr Zeit für Familie und Haushalt auf als Männer. Die SPD-Frauen Kerstin Westphal, Europaabgordnete und Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) im Unterbezirk Schweinfurt/Kitzingen, und Ursula Kirmeier, Vorsitzende der AsF Unterfranken, weisen immer wieder auf diese bestehenden Ungleichheiten hin, auch zum Internationalen Frauentag, der traditionell am 8. März begangen wird.

„Es ist unglaublich“, so Kerstin Westphal, „dass wir als SozialdemokratInnen noch immer auf die Tatsache hinweisen müssen, dass der Lohnunterschied zwischen Mann und Frau für gleiche berufliche Tätigkeiten im Schnitt 21 Prozent beträgt. Noch schlimmer sind aber die veralteten Rollenmodelle Rechtskonservativer und Populisten, sie sind offensichtlich noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen“, so Westphal.

Den Beleg lieferte kürzlich ein polnischer Abgeordneter im Europäischen Parlament mit seiner Äußerung, Frauen müssten aufgrund ihrer verminderten Intelligenz weniger verdienen. „Solche Menschen haben in demokratischen Parlamenten nichts verloren! Und es gilt für die Zukunft weiterhin dafür zu kämpfen, dass sozialdemokratische Mehrheiten die Geschlechtergerechtigkeit voranbringen“, unterstreicht Westphal.

Viele Frauen im Niedriglohnsektor

Frauen stellen die Mehrheit des häufig schlecht bezahlten Pflegepersonals. Und das, obwohl personenbezogene soziale Dienstleistungen Zukunftsberufe sind und immer wichtiger werden. Frauen sind weltweit häufiger Gewalt ausgesetzt und haben schlechtere Bildungschancen, so Statistiken der Eurostat und der Vereinten Nationen. Und Frauen sind aufgrund häufiger Teilzeitberufe und Erziehungstätigkeit im Alter und während der Rente häufiger von Armut bedroht.

„Neben der längst überfälligen Aufwertung der sozialen Berufe müssen wir für mehr Partnerschaftlichkeit bei der Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf sorgen. Sorgetätigkeiten sind Männer- und Frauensache! Das ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern auch eine Frage der Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft“, so Westphal.

Der gesetzliche Mindestlohn, von dem gerade Frauen überproportional profitieren, und das ElterngeldPlus waren erste Schritte zu mehr Gerechtigkeit und Partnerschaftlichkeit. Es folgen das Gesetz für mehr Transparenz beim Lohn, die Aufwertung der sozialen Berufe durch die geplante Reform der Pflegeberufe und die Einführung des Rechts auf befristete Teilzeit.

„Wir sagen so lange das Gleiche, bis wir es erreicht haben“, ergänzt Ursula Kirmeier. Deswegen werden wir von unseren Forderungen nach gleichem Lohn für gleichwertige Arbeit, Sozialversicherungspflicht ab dem ersten Euro, und Abschaffung des Ehegattensplittings nicht abrücken“, so Kirmeier. Kritik äußert Kirmeier vor allem an der bayerischen Staatsregierung für die jahrelange unzureichende Finanzierung von Frauenhausplätzen.

Die zahlreichen Themen, die die AsF seit vielen Jahren anschieben, zeigen, dass der Internationale Frauentag auch heute noch das ist, was er bereits seit über 100 Jahren war – nämlich ein Kampftag für die Rechte von Frauen, so Westphal und Kirmeier abschließend.

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