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In zehn Jahren nur noch Strom von hier

Veröffentlicht am 23.11.2010 in Landespolitik

Ostoberfranken und die nördliche Oberpfalz haben ehrgeizige Ziele. Bis 2020 wollen die Regionen mit erneuerbaren Energien unabhängig werden.

Die SPD im Landtag will mit ihren Plänen einer Modellregion für erneuerbare Energien in Ostoberfranken und der nördlichen Oberpfalz Nägel mit Köpfen machen. Bis Ende Januar 2011 soll bereits eine Analyse vorliegen, die Chancen des Projekts auflistet, vorhandene Strukturen benennt und mögliche Mitwirkende in der Region aufzeigt.

Das erklärte die zuständige Abgeordnete Annette Karl (Altenstadt) nach einem ersten Sondierungstreffen mit den Professoren Manfred Miosga (Universität Bayreuth) und Markus Brautsch (Fachhochschule Amberg-Weiden) sowie Wolfgang Böhm, Geschäftsführer der Energieagentur Oberfranken.

Ziel des Projekt ist es, die beiden Planungsregionen in spätestens zehn Jahren ausschließlich aus regenerativen Energien mit Strom zu versorgen und die Wertschöpfung daraus örtlichen Energieversorgern zu überlassen. "Wir wollen zeigen, dass die Region das will und auch kann", sagte Karl. Aus der Region für die Region funktioniere nicht nur bei der Lebensmittelerzeugung. Alle Teilnehmer seien sich einig gewesen, dass die Verbindung von erneuerbaren Energien und regionaler Wertschöpfung der "Königsweg für eine positive Entwicklung Nordostbayerns aus eigener Kraft" sei. "Wir haben ein riesiges Potenzial zur Energieversorgung direkt vor der Haustür, müssen aber noch viel mehr bekannt machen, welch große Chance für unsere Region darin steckt", ergänzte Böhm.

Karl betonte, die nötigen Vorarbeiten zunächst aus eigener Kraft und ohne staatliche Förderung stemmen zu wollen. Die dafür erforderlichen rund 10 000 Euro sollen von Sponsoren eingeworben werden. Mit der Initiative wolle man bewusst der absehbaren Forschungszurückhaltung im Bereich der erneuerbaren Energien entgegentreten, die durch die Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken eingetreten sei. In die Umsetzungsphase müsse das Projekt in drei bis vier Jahren kommen, wenn die Verträge zur Nutzung der Stromnetze ausliefen. Gelinge es bis dahin nicht, mit tragfähigen regionalen Konzepten in das Versorgungsmonopol der wenigen großen Stromversorger einzudringen, könnten diese den lukrativen Markt erneut langfristig unter sich aufteilen. Die Zahlungen der Stromkunden in Milliardenhöhe würden dann weiter aus der Region abfließen.

Jürgen Umlauft für frankenpost.de

Homepage Landtagsabgeordnete Annette Karl

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