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Heimatmuseum Waldthurn bietet Blick in Geschichte

Veröffentlicht am 16.08.2013 in Presse

Die Besuchergruppe mit MdL Annette Karl und Bezirkstagskandidat Norbert Freundorfer

„Lesen und verstehen kann ich es nach so vielen Jahren in der Oberpfalz ohne Probleme“, so Landtagsabgeordnete Annette Karl beim Besuch der mit original Waldthurner Dialekt beschrifteten Bildersammlung von Josef Bodensteiner im Waldthurner Rathaus. Bodensteiner hat zahlreiche typische Tätigkeiten in der Landwirtschaft vor der Technisierung als Hinterglasbilder gemalt.
Vorgestellt wurde Karl die Ausstellung von den beiden Bürgermeistern Josef Beimler und Hans-Peter Reil. Bezirkstagskandidat Norbert Freundorfer und Vertreter der Waldthurner SPD nahmen an dem Rundgang durch das Heimatmuseum im Rathaus teil. Besonders beeindruckt zeigte sich die Besuchergruppe von den Webstühlen. Diese Arbeit verhalf den Bauern früher zu einem Zusatzeinkommen in den Wintermonaten. Reil bedauerte, dass es immer schwieriger werde die historischen Geräte auch „betriebsbereit“ zu halten. „Mit der älteren Generation geht hier auch viel Wissen verloren, welches für die Geschichte des Ortes wichtig ist,“ so Reil. Freundorfer regte eine Zusammenarbeit mit dem Oberpfälzer Freilandmuseum in Neusath-Perschen an, da sich dort mit Unterstützung des Bezirkes Oberpfalz um den Erhalt der Kulturgeschichte sehr erfolgreich gekümmert werde.

Bürgermeister Beimler ging im Gespräch auf den geplanten Umzug des Rathauses ein. Für den Markt Waldthurn stellt der Umzug des Rathauses in das ehemalige Schloss eine Herausforderung dar, da für solche gemeindlichen Projekte kein passgenaues Förderprogramm vorhanden ist. Ziel soll schließlich sein, dass ab 2015 nicht nur das Rathaus barrierefrei erreichbar ist, sondern auch die Ausstellungen des Weber- und Heimatmuseums in einem angemessenen Ambiente präsentiert werden können.
Karl nahm für die Arbeit in der nächsten Legislaturperiode des bayerischen Landtages den Auftrag mit, dass bei den bestehenden Förderprogrammen noch viel stärker die besonderen Bedürfnisse im ländlichen Raum berücksichtigt werden müssen. So gibt es zwar mit dem Städtebauprogramm und der Dorferneuerung schon recht erfolgreiche Förderprogramme, allerdings fehle hier ein eigener Förderschwerpunkt zur Belebung der alten Stadt- und Dorfkerne. „Denkbar wäre hier, dass man mit Zuschüssen den Abriss von Altbausubstanz fördert, damit junge Menschen im Ortskern neu bauen können und nur minimal höhere Kosten im Vergleich zum Neubau auf der grünen Wiese haben.“, umrissen Karl und Beimler ihre gemeinsamen Vorstellungen. Durch ein solches Förderprogramm könnte der Flächenverbrauch eingedämmt werden und zugleich eine Belebung der Ortskerne erreicht werden, waren sich die Politiker einig.

Zum Bild von links: MdL Annette Karl, Bezirkstagskandidat Norbert Freundorfer, Marktrat Stefan Grünauer, 2. Bürgermeister Hans-Peter Reil und 1. Bürgermeister Josef Beimler

Homepage Landtagsabgeordnete Annette Karl

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