Die Autobahn- und Radwegekirche in Waidhaus hat sich zu einem touristischen Kleinod entwickelt und erfreut sich stetig steigender Besucherzahlen. Mit dieser touristischen Entwicklung gerät aber auch die sicherheitstechnisch bedenkliche Situation für Fußgänger und Radfahrer an der Staatsstraße zwischen Waidhaus und Pfrentsch erneut in den Blickpunkt, nicht erst seit dem folgenschweren Unfall Anfang des Jahres.
Die bayerische Staatsregierung hat in der Stellungnahme zu einer Petition deutlich gemacht, dass von Seiten des Freistaates nicht daran gedacht ist, diese Sicherheitslage durch die Anlage eines Geh- und Radweges zu verbessern.
Dies empört sowohl den Waidhauser Marktrat und Bundestagskandidaten Uli Grötsch als auch die Landtagsabgeordnete Annette Karl, die sich bereits vor Ort ein Bild von der Situation gemacht hatte.
Karl: "Die Argumente, es sei teuer und es seien ja auch erst einige Unfälle passiert, sind zynische Versuche sich aus der Verantwortung zu stehlen. Müssen erst Menschenleben zu beklagen sein, bevor gehandelt wird? Prävention muss es auch im Bereich des Fußgänger- und Radfahrerschutzes geben."
"Der Freistaat darf sich hier nicht aus seiner Verantwortung stehlen und muss seiner Aufgabe nachkommen! Der Bau eines solchen Geh- und Radweges ist dem Markt Waidhaus schon aufgrund seiner finanziellen Situation gar nicht möglich! Die SPD-Marktratsfraktion hat auf den Missstand des fehlenden Geh- und Radweges schon vor Jahren hingewiesen. Seitdem wurde das Thema aber totgeschwiegen", so Grötsch.


