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Ehemalige Häftlinge des KZ Flossenbürg besuchen den Landtag

Veröffentlicht am 20.07.2012 in Allgemein

Acht ehemalige Häftlinge des Konzentrationslagers Flossenbürg besuchen am Dienstag, 24. Juli 2012, den Bayerischen Landtag. Um 10.15 Uhr begrüßen die Abgeordneten Karl Freller und Annette Karl sowie Landtagsdirektor Peter Worm die Gäste in der Eingangshalle West und laden sie nach einem kurzen Rundgang durch das Maximilianeum zu einem gemeinsamen Mittagessen ein.
Mit dieser Geste dankt der Landtag den Überlebenden des nationalsozialistischen Terrors für ihre Erinnerungsarbeit in den Gedenkstätten. „Gerade für junge Menschen ist die Begegnung mit Zeitzeugen unermesslich wichtig. Wer von unmittelbar Betroffenen von den Verbrechen im Dritten Reich hört, dem wird der hohe Stellenwert von Freiheit und Demokratie deutlich bewusst“, ist Landtagsdirektor Peter Worm überzeugt. Deswegen unterstütze der Landtag die Arbeit in den Gedenkstätten ausdrücklich.

Obwohl die Überlebenden des Konzentrationslagers Flossenbürg zum Teil weit über 80 Jahre alt sind, reisten sie aus Belarus, der Ukraine, den USA und Israel nach Bayern, um mit jungen Menschen über ihre Erlebnisse zu sprechen. Sie haben für diese persönlichen Begegnungen große Anstrengungen auf sich genommen – körperlich, aber auch seelisch. „Diese Menschen leisten nicht nur Erinnerungsarbeit, sie setzen auch ein Zeichen gegen das Vergessen und für die Versöhnung.
Dafür sind wir zu großem Dank verpflichtet“, erklärt Landtagsdirektor Peter Worm. Eingeladen wurden die ehemaligen Häftlinge von der Stiftung Bayerische Gedenkstätten. Unterstützt wurde das Projekt von der Bayerischen Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit. Vertreter der Stiftung und der Gedenkstätte Flossenbürg begleiten die ehemaligen Häftlinge in den Landtag. Medienvertreter sind zu einer Begegnung mit den Flossenbürg-Überlebenden eingeladen: Interviews und Fotos können zu Beginn des Termins um 10.15 Uhr gemacht werden.

Dolmetscher stehen zur Verfügung; ein Teil der Gäste spricht Deutsch.

Quelle: Pressemeldung des Landtagsamtes

Homepage Landtagsabgeordnete Annette Karl

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