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CSU gefährdet Altenpflegeschulen

Veröffentlicht am 06.12.2010 in Landespolitik

In der Sitzung des Sozialausschusses am Donnerstag im Landtag hat ein Vertreter des Kultusministeriums mitgeteilt, dass die Mittel für die Altenpflegeschulen in Bayern nicht nur bei 10,8 Millionen Euro gedeckelt werden sollen – sondern sogar auf nur noch 6,6 Millionen Euro zurückgefahren werden, berichtet Landtagsabgeordnete Annette Karl nach einem Gespräch mit ihrem Fraktionskollegen Ritter.

Besonders unredlich ist, dass die Staatsregierung in der Öffentlichkeit einen „Runden Tisch“ mit den Trägern der Altenpflegeschulen ankündigt und gleichzeitig daran arbeitet den Etat einzuschmelzen.

Hat bisher schon die Halbierung des Schulgeldausgleiches an den beiden Schulen in Erbendorf und Weiden für viele Gedanken über zusätzliche Mittel gesorgt, muss man wohl bei der Halbierung der Mittel und gestiegenen Schülerzahlen von über 6 % in ganz Bayern davon ausgehen, dass nun die Schulen noch nicht einmal mehr die von der Staatsregierung versprochenen 100 Euro je Schüler erhalten.
„Ich kann dem Roten Kreuz als Träger der Weidener Schule nur empfehlen sich mit einer Petition an den Landtag zu wenden und für mehr Aufmerksamkeit zu sorgen,“ so Karl in Richtung der Altenpflegeschule.

Ihrer Kollegin Petra Dettenhöfer attestiert Karl einen Umdenkungsprozess. Nachdem Dettenhöfer noch vor der Sommerpause zwei gleichlautende Anträge für den Erhalt des Schulgeldausgleiches abgelehnt hat, enthielt sie sich in der gestrigen Plenumssitzung der Stimme, als das Thema Schulgeldausgleich wieder auf der Tagesordnung stand. Landtagspräsidentin Barbara Stamm hat sich in einer persönlichen Wortmeldung gestern eindeutig für die Altenpflegeschule als wichtige Säule ausgesprochen und appelliert genügend Fachkräfte auszubilden. „Ich hätte mir am Mittwoch ein eindeutiges Votum aller Fraktionen pro Sicherstellung der Altenpflegeausbildung gewünscht, aber es scheint zumindest in Teilen der CSU langsam ein Umdenken einzusetzen,“ so Karl abschließend.

Homepage Landtagsabgeordnete Annette Karl

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