Christa Naaß, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion war zum 2. Mal Wahlfrau bei der Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten in Berlin.
„Mit der Kandidatur von Gesine Schwan wurde praktische Demokratie gelebt, mit ihrem Engagement und ihrer Begeisterungsfähigkeit die öffentliche Debatte belebt und Zukunftsvisionen für eine Gesellschaft von morgen entwickelt“, so Christa Naaß. „Mit ihr hätte Deutschland eine gute Bundespräsidentin gehabt“.
Nichtsdestotrotz gratuliert die Haundorfer Abgeordnete dem wiedergewählten Bundespräsidenten zu seiner zweiten Wahlzeit.
Ärgerlich ist für Christa Naaß, dass zum einen die Absprachen mit den GRÜNEN nicht gehalten haben und zum anderen, dass die Freien Wähler, die sich immer so gerne als die Freien und Unabhängigen hinstellen, keinerlei Freiheit bei der Entscheidung zur Wahl zum Bundespräsidenten gelassen haben. So durften nur die zur Bundesversammlung fahren, von denen eine klare Zustimmung für Horst Köhler zu erwarten war.
Kritik übte sie jedoch an der unprofessionellen Abwicklung des Bekanntgebens des Wahlergebnisses.
So mussten die über 1200 Wahlmänner und Wahlfrauen ewig warten, bis der Bun-destagspräsident das Wahlergebnis bekannt gab, obwohl die Präsidiumsmitglieder die Auszählung schon beendet hatten, die Musik einmaschierte, Blumensträuße gereicht wurden und die Medien schon in den Gängen darüber berichteten. „So geht man nicht mit der Bundesversammlung um“, kritisiert die Abgeordnete, die selbst 10 Jahre lang Mitglied im Präsidium des Bayerischen Landtages war.
Christa Naaß nutzte die Bundesversammlung zu zahlreichen Gesprächen u.a. mit Ottfried Fischer, Doris Schröder-Köpf, dem Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier und vielen mehr.