Christa Naaß, Generalsekretärin des Sudetendeutschen Rates nahm zusammen mit weiteren Ratsmitgliedern am Zentralen Tag der Heimat in Berlin teil.
In einer beeindruckenden Rede ging Bundespräsident Joachim Gauch u.a. darauf ein, was Flüchtlinge von damals und heute verbindet. Er wies darauf hin, dass auch die Integration der deutschen Heimatvertriebenen nach dem 2. Weltkrieg „keineswegs immer eine Erfolgsgeschichte“ war. Obwohl sie Deutsche waren, sind sie oft „auf Kälte und Ablehnung“ gestoßen.
Die existentielle Erfahrung eines Heimatverlustes sei Flüchtlingen aus der ganzen Welt gemein. „Es sei“, so Gauck, „die tiefe Prägung durch traumatische Flucht, Trauer um das Verlorene, aber auch das Fremdsein im Ankunftsland, die Zerrissenheit zwischen dem „Nicht- mehr – dort“ und dem „Noch – nicht – hier – Sein“.
Der Bundespräsident zeigte sich überzeugt, dass die Flüchtlingssituation Deutschland verändern wird. Deutschlands Markenzeichen bleibe aber Haltung und Offenheit, Hilfsbereitschaft und Mitmenschlichkeit gegenüber Verfolgten, Vertriebenen und Entrechteten.
Foto von Ulrich Miksch : Christa Naaß mit Mitgliedern des Sudetendeutschen Rates, links neben ihr: Dr. Bernd Fabritius, MdB, Präsident des Bundes der Vertriebenen; rechts neben ihr: Steffen Hörtler, amtierender Vorsitzender des SR; ganz links: Bernd Posselt, MdEP a.D., Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe