Firmenchef Erich Dannhäußer (sitzend), MdL-Annette Karl (vierte von rechts) und Uli Grötsch (dritter von rechts)„Die Energiewende ist nur zu schaffen, wenn die Wasserkraft ausgebaut und gefördert wird“ so Erich Dannhäußer von der jungen Flosser Firma „Natur Energietechnik“. „Nur werde die Wasserkraft regelrecht torpediert“, bedauert der Firmenchef, obwohl die Wasserkraft die einzige Energiequelle mit einer vorhandenen Grundlast darstelle.
Von einstmals 10.000 Wasserkraftwerken in Deutschland gäbe es jetzt nur noch 4000, erläuterte Dannhäußer einer Abordnung der SPD- Ortsvereine von Floß und Flossenbürg. Den örtlichen Kommunalpolitikern mit Bürgermeister Günter Stich, den Vorsitzenden Eli Dreßler und Ernst Gruber, Markt- und Gemeinderäten schlossen sich auch MdL Annette Karl, SPD- Bundestagskandidat Uli Grötsch und Bezirkstagskandidat Norbert Freundorfer an. Erstaunt waren alle Besucher, was sie in den derzeitigen Betriebsräumen in der Weidener Straße im Gebäude der früheren Baufirma Wittmann hören und sehen konnten.
Wasserkraftwerke von acht Kilowatt bis 1,5 Megawatt werden hier entwickelt. Dies geschehe vom Wehr bis zur Software der Regeltechnik. Zusammenarbeit mit Turbinenentwicklern und gegenseitige Ergänzung zielen auch auf viele ökologische Verbesserungen, einem verbesserten Wirkungsgrad und einer höheren Energieeffizienz. Dannhäußer betreut mit drei Mitarbeitern 68 Wasserkraftwerke. Einige davon auch in Osteuropa. „Es ist schwer gute Leute zu bekommen“ um einen weiteren Firmenausbau zu gewährleisten musste der Firmeninhaber auch festhalten.
Bei der „Natur-Energietechnik werden auch Fischtreppen entwickelt. „Bei den derzeitigen Feinrechen mit 15 Millimeter und noch darunter passe kein Fisch mehr durch“, hält Dannhäußer fest und verweist auch auf den Einbau von Aalrohren. Zudem bedauerte er, dass es keine klaren Vorschriften gäbe und auch keine gute Zusammenarbeit mit den Naturschützern und den Anglern. Eine Kritik an Umweltminister Marcel Huber konnte Dannhäußer nicht verhehlen. Auflagen und die Restwasserabgabe bedürften einer Regelung, aber die Wasserkraft habe nur eine kleine Lobby hielt Uli Grötsch mit Bedauern fest. Für MdL Annette Karl hat die Wasserkraft Potential, das ausgebaut werden müsse. Nur von Energiewende zu reden und nicht zu handeln helfe niemanden.
Auch auf dem Gebiet der Photovoltaik und der Stromspeicherung ist die „Flosser Natur-Energietechnik“ unterwegs. Zu den weiteren Firmenstandbeinen zählen auch der Bereich der Stanz- und Biegevorrichtungen und der Kameraüberwachungen. Derzeit laufen Planungen über einen Firmenneubau in Floß. Baurechtlich seitens des Landratsamtes könne eine Genehmigung erwirkt werden. Förderanträge beim Freistaat seien gestellt um die Existenz sichern und auch ausbauen zu können. Diese Aussage freute insbesondere Bürgermeister Günter Stich.
(gt)