Annette Karl, MdL mit Herrn Josef Rewitzer (VdK) bei der Übergabe der UnterschriftenDie Bayerische Staatsregierung soll sich für die Barrierefreiheit am Weidener Bahnhof einsetzen. Das fordert der Wirtschaftsausschuss des Landtags, der am Donnerstag einstimmig „die Notwendigkeit und Dringlichkeit“ eines barrierefreien Ausbaus anerkannt hat, wie Landtagsabgeordnete Annette Karl (SPD) berichtet. In seiner Sitzung behandelte der Ausschuss eine Petition, die rund 2300 Unterstützer unterzeichnet hatten.
Sie fordern, das Programm „Bayern-Paket 2013–2018“ des Freistaats für den Ausbau von Bahnhöfen so zu erweitern, dass auch Weiden davon profitiert. Die Petition überwies der Ausschuss nun an die Staatsregierung, wenngleich diese formal für den Bahnhof nicht zuständig ist. Die Regierung solle dennoch auf die Bahn einwirken, um Fortschritte zu erreichen, erläutert Karl. So könne an Übergangslösungen gearbeitet werden.
Dies solle Abhilfe schaffen, bis die Elektrifizierung der Bahnstrecke umgesetzt wird. Man könne nicht mehr bis dahin warten und erst dann einen Großumbau des Bahnhofs in Angriff nehmen, so Karl. Das würde „zu lang dauern“. Denn erst vor wenigen Tagen habe ihr ein Vertreter der Bahn erklärt, „dass wir, selbst wenn es mit der Elektrifizierung optimal läuft, von einem Horizont jenseits von 2020 reden“. Die Unterschriften für die Petition hatte Karl seit Sommer zusammen mit dem Sozialverband VdK gesammelt.
Ob die Entscheidung des Ausschusses tatsächlich rasch eine Verbesserung am Bahnhof bringt, ist unterdessen freilich noch offen. „Es sind immer kleine Schritte“, sagt Karl, „aber das war ein wichtiger.“