Die Altlastensanierung der beiden Industriebrachen in der Gemeinde war Thema eines Gespräches zwischen Bürgermeister Ernst Schicketanz und den Landtagsabgeordneten Annette Karl und Sabine Dittmar. Dittmar ist Mitglied im Umweltausschuss des Landtags.
Im Mittelpunkt des Gespräch stand die Finanzierung von Altlastensanierungen von Industriebrachen. Betroffen
sind zwei Areale von ehemaligen Bleikristallfirmen, die Mitte der 90er Jahre ihren Betrieb eingestellt haben, erläuterte Schicketanz.
Bei 127 000 Quadratmetern bestehe der Verdacht, dass sie verseucht seien. In der Nachbarstadt Neustadt gibt es weitere betroffene Flächen. „Eine gemeinsame Altlastensanierung ist angestrebt und sicher auch sinnvoll“, sagte der Bürgermeister. Die Zusammenarbeit mit der Fachbehörde im Landratsamt und dem Sachbearbeiter nannte er sehr gut. Mit den Untersuchungen des ehemaligen Hofbauergeländes sei man schon sehr weit. Bei der früheren Fabrik Beyer & Co hinke man noch hinterher. „Hier fehlt auch die nötige Kooperation des Konkursverwalters.“ Eine kurzfristige Sanierung der beiden Flächen sei aber leider noch nicht in Sicht. „Für die Gemeinde sind die Flächen zur Wiederverwendung sehr wichtig ob als Mischgebiet bei Beyer & Co oder vielleicht Naherholungsfläche auf dem Hofbauer-Areal“, bekräftigte SPD-Fraktionssprecher Hans Simon. Ein großes Problem sei die Finanzierung, so Schicketanz. Die Schätzungen beliefen sich auf etwa 20 Millionen Euro. 40 Prozent sollten die Kommunen tragen. „Dies ist für Altenstadt nicht zu stemmen.“
In Ministerien nachhaken
Karl und Dittmar waren sich einig, dass das finanzielle Problem für die Kommunen nicht zu unterschätzen sei. Beide versprachen sich über den Stand des derzeit laufenden Verfahrens zu informieren. Außerdem wollen sie versuchen, in den zuständigem Ministerium und über die Staatsregierung darauf einzuwirken, dass solche Vorhaben nicht zu Lasten der Kommunen gehen sollten. „Die Beseitigung dieser Industriebrachen ist vor allem zum Wohle unser Kinder und Enkel sehr wichtig. Es kann nicht sein, dass sie diese Lasten aufgebürdet bekommen.“
(Quelle: Der Neue Tag vom 9. Juli 2013, adj)