(bey) Die Querelen in der SPD-Parteiführung wirkten sich bis nach Vohenstrauß aus. MdL Thorsten Schäfer-Gümbel aus Wiesbaden, von Landtagskandidatin Annette Karl hauptsächlich zum Thema "Politik für den ländlichen Raum" eingeladen, musste sich der Anwesenheitspflicht aller SPD-Abgeordneten im hessischen Landtag beugen und den Besuch kurzfristig absagen.
Im Biergarten beim "Sparrer-Wirt" trug Karl Grundsätze für die Zukunft im ländlichen Raum vor. Vorher hatte die Kreisvorsitzende mit Dagmar Mittelmeier den Landtagskandidaten Alfred Schuster und Bezirkstagskandidatin Brigitte Scharf aus Tirschenreuth über die Sanierungsprobleme der Friedrichsburg und ihrer Nebengebäude informiert. Wolfgang Töppel stellte außerdem sein Energiesparhaus vor.
Anschließend machte Karl deutlich, die Politik für ländliche Räume den dortigen Besonderheiten anzupassen. Dazu gehöre eine eigenständige Förderpolitik. Besonders erneuerbare Energien können für den ländlichen Raum zu einer Erfolgsgeschichte der Zukunft entwickeln.
Das Thesenpapier spricht von guten Ausgangsbedingungen für den Einsatz von Bioenergie in einem intelligenten Mix mit Sonne-, Wind- und Wasserkraft. In der Region Weiden-Neustadt müsse die Zusammenarbeit von Stadtwerken und Landwirten gestärkt werden, um die Einspeisung von Biogas ins Gasnetz voranzutreiben. Die fünfseitigen Gedanken zur Entwicklung des ländlichen Raumes befassen sich auch mit Kultur, Gesundheitswirtschaft, Mobilität sowie Kommunikations- und Infrastrukturtechnologie.
veröffentlicht auf oberpfalznetz.de 12.9.08