Am 2. Mai 2013 lud der SPD-Ortsverein Neumarkt zum traditionellen Maiempfang ein, der dieses Jahr in der Krümperstallung stattfand. Gegen 19 Uhr startete die Veranstaltung mit zahlreichen Gästen und Zuhörern, die gegen 20.30 Uhr mit einem Buffet beendet wurde. Nach Grußworten von Carolin Braun, der stellvertretenden Landrätin im Landkreis Neumarkt, Brigitte Bachmann, Direktkandidatin für den Bundestag, Johannes Foitzik, Vorsitzender der Neumarkter SPD, Reinhold Strobl, MdL und Michael Meier, DGB- Ortskartellvorsitzender, sprach Annette Karl, als geladene Festrednerin.
„Wir haben noch nie unser Firmenschild wechseln müssen“ stellte Karl fest, mit Blick auf den 2. Mai 1933. An diesem Tag wurden sämtliche Gewerkschaftshäuser im damaligen Deutschen Reich von den Nationalsozialisten gestürmt, besetzt und gleichgeschaltet. In diesem Zusammenhang betonte Karl, dass es Aufgabe der SPD sei, zusammen mit den Gewerkschaften im Schulterschluss, die Zukunft zu gestalten und bekam dafür viel Applaus.
Weitere Themen, welche die stellvertretende Landesvorsitzende ansprach waren, das immer weiter Auseinanderklaffen der Gesellschaft. „Die Armen werden immer ärmer, die Reichen reicher und die Mitte, die sich noch selbst versorgen kann, wird immer dünner“, so Karl, aber so etwas „zerreißt irgendwann die Gesellschaft.“ Daher hob Karl hervor, dass es wichtig sei, dass die Menschen von ihrer Arbeit leben können.
Weiterhin thematisierte die Expertin für den ländlichen Raum das stetige Auseinanderdriften der Regionen. So werden sich in naher Zukunft die Lebensverhältnisse in Bayern dramatisch verändern, sollte Bayern nicht wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Dörfer in ländlichen Regionen werden aussterben, im Gegenzug werden die Ballungszentren massive Zuzüge zu bewältigen haben. Schon heute sind Auswirkungen klar sichtbar. Während auf dem Land Schulen schließen müssen, werden beispielsweise in München Plätze unter Schülern für das Gymnasium verlost.
Diese und andere Probleme gilt es zu bewältigen und das wolle die BayernSPD auch tun. So stellte Annette Karl, mit einem Augenzwinkern fest, dass die Chancen noch nie so groß waren, wie bei der bevorstehende Landtagswahl im September, die CSU auf die Oppositionsbank zu schicken. Denn dieser könne die Sicht von dort aus auch mal nicht schaden, denn das mache die Gedanken freier und erlaube neue Einsichten.
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