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An stolze Geschichte erinnert

Veröffentlicht am 05.11.2014 in Allgemein

Christa Naaß mit Peter Schmid-Rannetsperger (3.v.links) und Bundesvorsitzendem Dr. Helmut Eikam (2. von rechts)

Beim 60. Geburtstag der Seliger-Gemeine Waldkraiburg hielt Christa Naaß, Generalsekreträrin des Sudetendeutschen Rates, die Festrede.

Sie erinnerte an die stolze Geschichte der sudetendeutschen Arbeiterbewegung und ihre Bedeutung für die Integration der Sudetendeutschen in Deutschland sowie für die Sozialdemokratie, besonders in Bayern.

„Die Geschichte muss erzählt werden, weil sie nicht in Vergessenheit geraten darf“, so die Sozialdemokratin. „Denn sie ist keine Geschichte nur fürs Geschichtsbuch; sie ist eine Geschichte, die lebt und weiterwirkt und das erleben wir intensiv bei der Ortsgruppe Waldkraiburg. Deshalb habe ich die Seliger-Gemeinde Waldkraiburg mit ihrem Vorsitzenden Peter Schmid-Rannetsperger auch beim Vertriebenenempfang der SPD-Landtagsfraktion ausgezeichnet“.

Sie erinnerte in ihrem Festvortrag daran, dass nach dem Anschluss des Sudetenlandes an das Nazi-Deutschland ca. 30000  aufrechte Sozialdemokraten in Gefängnisse und Konzentrationslager kamen, 5000 emigrierten.

Sie hob aber auch die wichtige Rolle der Sudetendeutschen beim Aufbau Bayerns hervor. Auch die SPD verdankt ihnen viel, denn nach dem Krieg wurden viele SPD-Ortsvereine von Sudetendeutschen gegründet oder wieder gegründet. Das gilt auch für Waldkraiburg, in dem es seit Gründung der Gemeinde einen SPD-Ortsverein gibt.

Bis heute tritt die Seliger-Gemeinde für Aussöhnung und Verständigung zwischen Deutschen und Tschechen ein.

„Weil die Seliger-Gemeinde immer für Werte wie Solidarität, Antinationalismus, Selbstbestimmungsrecht der Völker, Demokratie, Frieden, Freiheit, Recht auf Heimat, Europa stand, wird es die Seliger-Gemeinde mit ihrer Geschichte und ihrem Erfahrungsschatz auch in Zukunft geben müssen. Kriege, Flucht und Vertreibung sind kein Thema der Vergangenheit, sondern gegenwärtig“, so die Generalsekretärin.

Sie zog dabei auch Parallelen zur aktuellen Flüchtlingssituation und darauf, dass ein vom Krieg ausgelaugtes Land Bayern es nach dem Krieg geschafft hat, zwei Millionen Menschen aufzunehmen und zu integrieren und es derzeit nicht schafft, mit weit weniger Flüchtlingen, die zu uns kommen, umzugehen. Die ehemalige Landtagsabgeordnete kritisierte deshalb die Bayer. Staatsregierung, die den vermehrten Zuzug seit Jahren ignoriert und trotz zahlreicher SPD-Anträge keine Vorsorge getroffen hatte.

 

Homepage Christa Naaß, Bezirkstag

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