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Althandysammelaktion an bayerischen Schulen

Veröffentlicht am 14.09.2012 in Allgemein

Alle paar Monate ein neues Handy anschaffen – vor allem bei jungen Leuten ist das keine Seltenheit. Häufig liegen die aussortierten Geräte dann ungebraucht zuhause herum. Oder sie werden „wild“ entsorgt, was die Umwelt belastet. Außerdem kommt es auf diese Weise zu keinem Recycling der in den Geräten enthaltenen Edelmetallen. Die wiederum werden dringend gebraucht, um der enormen Nachfrage nachzukommen. Vor allen Dingen in so genannten Entwicklungsländern wie Sierra Leone schuften ganze Generationen zu unmenschlichen Bedingungen beispielsweise in Goldminen, um den Herstellern von Mobiltelefonen ständig neue Rohstoffe zukommen zu lassen. Ob das bayerische Umwelt- und das bayerische Kultusministerium auch vor diesem Hintergrund ihre Althandysammelaktion an bayerischen Schulen initiiert haben, geht aus der schriftlichen Antwort auf die Anfrage von Annette Karl (SPD) nicht hervor.

Die Abgeordnete wollte unter anderem wissen: „Ab welcher Sammelmenge ergibt sich ein ,Reinerlös’ der Sammelaktion für schulische Umweltbildung und Naturschutz in Bayern?“ Die eifrigsten Sammler sollen nämlich neben einem Preis auch eine Beteiligung am Reinerlös erhalten.
Antwort aus dem Ressort von Umweltminister Marcel Huber (CSU): „Zunächst ist der Erlös der Sammlung davon abhängig, wie viele der gesammelten Altgeräte noch der gebotenen Wiederverwendung und damit einem Weiterverkauf zugänglich sind.“ Nicht mehr „marktgängige“ Exemplare würden in einer Metallhütte eingeschmolzen. So könnten die in den Geräten enthaltenen Edelmetalle zurückgewonnen werden. Der Preis für diese sei vom Markt abhängig. Weder den beiden beteiligten Ministerien noch den Schulen würden für die Aktion Kosten entstehen. Diese übernähmen Projektpartner – darunter die vier Mobilfunknetzbetreiber. Zum größten Teil – bis zu 95 Prozent – landeten die Mobiltelefone in der Metallhütte.
Deswegen sei in diesen Fällen kein besonderer Datenschutz notwendig, denn: „Damit ist die physische Zerstörung der Geräte sowie die Vernichtung der Daten verbunden.“ Der Rest könne verkauft werden. Vorher werde ein Spezialunternehmen Daten der bisherigen Nutzer löschen. Dabei handele es sich um mehrstufige Verfahren, die Rücksetzung und Datenlöschprogramme beinhalten. Der Freistaat habe diese Aktion nicht ausschreiben müssen, weil die Projektpartner als Träger die Sammlung durchführen würden.

Die Anfrage und ihre Beantwortung als pdf

Bericht aus der Bayerischen Staatszeitung mit freundlicher Genehmigung

Homepage Landtagsabgeordnete Annette Karl

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