SPD fordert einen Neustart für das Landesentwicklungsprogramm
München. (jum) Die SPD wird mit der Forderung nach einer Neufassung des Entwurfs zur Fortschreibung des Landesentwicklungsprogramms in dessen am Donnerstag beginnende parlamentarische Beratung gehen. Das kündigte die SPD-Sprecherin für Fragen des ländlichen Raums, Annette Karl, an.
Die Vorlage der Staatsregierung erfülle die Grundvoraussetzungen für ein Landesentwicklungsprogramm (LEP) nicht. Das sei auch mit "kleinen Änderungen an Spiegelstrichen nicht mehr zu heilen", so Karl. Beleg dafür sei, dass die Regierung schon für das kommende Jahr eine weitere Fortschreibung angekündigt habe. "Es ist schwachsinnig, jetzt auf die Schnelle ein LEP zu verabschieden, von dem man heute schon weiß, dass es unzureichend ist", kritisierte Karl. Mit dem LEP-Entwurf gebe die Staatsregierung ihre Rolle als selbsternannte Hüterin bayerischen Lebensgefühls auf. Statt einer behutsamen Weiterentwicklung gewachsener Siedlungsstrukturen werde durch die geplanten Lockerungen bei Gewerbe- und Supermarktansiedlungen auf der grünen Wiese der Verschandelung der Landschaft Tür und Tor geöffnet. Damit werde der Verödung von Ortszentren Vorschub geleistet und das Problem der Nahversorgung in den ländlichen Regionen verschärft.


